Das Sony SmartBand SWR10 im Langzeittest

Aktivitätstracker gibt es mittlerweile von den verschiedensten Herstellern in allen Farben und Varianten. Der Funktionsumfang ist dabei ebenfalls sehr unterschiedlich. Ich konnte das SmartBand SWR10 von Sony nun drei Monate lang testen und gebe hier einen kleinen Überblick über die Funktionen und somit auch den Nutzen, des Armbands.

Überblick

Zum Lieferumfang des SmartBands gehören der Core, welcher für das Aufzeichnen der Aktivitäten zuständig ist und zwei Armbänder in unterschiedlichen Größen (klein und groß). Die Armbänder gibt es in schlichtem schwarz und weiteren Farben, sowie Materialarten. Zusätzlich ist das Armband ist nach IP58-zertifiziert und somit wasserdicht.

Voraussetzungen

Zwingend erforderlich sind Android 4.4 und Bluetooth® 4.0 Low Energy (BLE). Zusätzlich 1 GB Arbeitsspeicher und selbstverständlich die entsprechenden Apps. Diese Anforderungen erfüllen alle Geräte aus der Z-Serie von Sony, sowie das LG Nexus 5 und 4, Samsung Galaxy Note III, Samsung Galaxy S4 / S5 und das HTC One M7 / M8. Ich habe für den Test das HTC One M7 genutzt.

Bedienung und Anschlüsse

Zum Aufladen wird der Core mit einem Micro-USB Kabel angeschlossen. Eine Datenübertragung über den USB-Port ist nicht möglich. Zur Bedienung dient eine einzige Taste am Armband und drei LED’s die je nach Verwendung verschiedene Status-Meldungen abgeben. Über sie lässt erkennt man z.B. ob der Tag- oder Nachtmodus aktiv ist.

Nutzung

Einrichtung

Die erste Einrichtung kann wahlweise per Bluetooth oder NFC durchgeführt werden, beide Varianten sind aber recht schnell erledigt. Die erforderlichen Apps die dafür installiert werden müssen sind SmartBand, Smart Connect und Lifelog. Nachdem das SmartBand mit dem Smartphone verbunden wurde, können die ersten Einstellungen vorgenommen werden. Dazu zählen zum Beispiel die automatische Umschaltung in den Nachtmodus, die Weckzeiten für den sanften Wecker und die Auswahl der Benachrichtigungen.

Benachrichtigungen

Praktisch alles was auf dem Handy passiert, kann an das SmartBand weitergeleitet werden und wird dort durch eine Vibration signalisiert. Was mir hierbei gut gefällt, ist das die Anwendungen einzeln selektiert werden können. So kann man bspw. Anrufe und SMS weiterleiten lassen, WhatsApp Nachrichten aber deaktivieren. Wenn nun das SmartBand vibriert weiß man sofort, dass in den ausgewählten Anwendungen Benachrichtigungen existieren. Im Idealfall kann nun das Smartphone auch längere Zeit auf lautlos eingestellt werden, denn wichtige Benachrichtigungen erhält man trotzdem.

Sanfter Wecker

Diese Funktion ist im Grunde eine Art Schlaftracker. Im Nachtmodus wird aufgezeichnet, welche Tief- und Leichtschlafphasen bestehen. Das Armband versucht nun im angegebenen Zeitintervall den Träger zu wecken, wenn er sich in einer leichten Schlafphase befindet. Das funktioniert erstaunlich gut, ist aber wahrscheinlich von Anwender zu Anwender unterschiedlich und muss daher natürlich erstmal ausprobiert werden.

Steuerung des Musik-Players

Hört man mit dem Smartphone Musik, lässt sich das SmartBand auch hier zur Bedienung nutzen. Der Musik-Player muss zuvor in den Einstellungen konfiguriert werden. Danach muss man nur noch die Taste am SmartBand drücken, um die Funktion zu aktivieren. Nun kann man bspw. durch ein tippen auf die Oberfläche die Musik anhalten bzw. starten. Vor- und Zurückspulen geht auch, mehr Möglichkeiten hat man aber nicht.

Lifelog

Das eigentliche Herzstück des SmartBands ist die Lifelog-App. Diese zeichnet alle Aktivitäten des Tages auf und erstellt zu jeder eine entsprechende Übersicht. Die Gestaltung ist wie ich finde sehr gelungen. Nach dem Start erhält man eine Übersicht über alle ausgewählten Aktivitäten und kann sich zu jeder die Details ansehen oder Tagesziele konfigurieren. Die Möglichkeiten hier sind sehr vielfältig, so kann man auch durch die Taste am Armband bestimmte Situationen am Tag markieren, sich eine Karte anzeigen lassen wo man überall gewesen ist und noch vieles mehr. Was davon wirklich sinnvoll ist oder nicht muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Im Bild habe ich testweise einmal alle Aktivitäten aktiviert.

Lifelog App
Lifelog App

Fazit

Das SmartBand ist für mich zu einem steten Begleiter geworden. Der wichtigste Punkt für mich beim Kauf war eigentlich die Weckfunktion und diese funktioniert sehr zuverlässig. Die Akkulaufzeit beträgt ca. 5 Tage, die Aufladung selbst dauert rund 30 Minuten. Die Apps laufen stabil und verursachen bisher keinerlei Probleme, auch die Akkulaufzeit des Smartphones leidet bei der Nutzung nicht deutlich mehr. Mein größter Kritikpunkt ist allerdings die Lifelog App. Diese lässt sich nämlich nur nutzen, wenn man eingeloggt ist und eine Serverbindung herstellt. Die gesammelten Daten werden dann mit dem Server von Sony synchronisiert, was dort damit passiert lässt sich natürlich nicht sicher sagen und in letzter Zeit hat sich Sony auch nicht gerade mit Ruhm eingedeckt, was die Sicherheit der Server angeht. Daher kann ich das SmartBand zwar empfehlen, da alle versprochenen Funktionen vorhanden und gut nutzbar sind, ich würde es aber durchaus begrüßen, wenn der online-Zwang entfernt wird.

Das Sony SmartBand SWR10 im Langzeittest
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2 Gedanken zu “Das Sony SmartBand SWR10 im Langzeittest

  1. Hi 🙂

    Vielen Dank für den Bericht. Ich würde gerne den nächsten Schritt in Sachen Fitnesstracker machen, habe im Moment noch das Xiaomi Mi Band.

    Wichtig ist mir unter anderem der Schlafphasenwecker. Leider finde ich nirgends ordentliche Informationen dazu beim SWR10.

    Das SWR10 hat doch einen richtigen Schlafphasenwecker, oder? Lässt sich die Vorlaufzeit einstellen oder ist diese fix? Wieviele verschiedene Weckzeiten lassen sich beim SWR10 denn einstellen?

    Gruss
    Tobs

    • Hallo,

      ja das SWR10 besitzt einen richtigen Schlafphasenwecker, du kannst dir auch in der Lifelog-App deine Tief- und Leichtschlafphasen anzeigen lassen.
      Als Standard sind zwei Weckzeiten konfiguriert (Werk- und Wochentags). Du kannst aber auch weitere hinzufügen.
      Das Weckintervall lässt sich für jede Weckzeit separat anpassen.
      Gibst du bpsw. im Wecker 8:00 Uhr an und als intervall 30 Minuten, versucht er dich ab 7:30 Uhr zu wecken.

      Gruß
      Stefan

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