Festplatten testen und Fehler erkennen

Eine defekte Komponente im Computer ist immer ärgerlich und meist mit mehr oder weniger Arbeit verbunden. Nach der Diagnose des Fehlers muss die Hardware getauscht oder sogar das komplette System eingeschickt werden. Bei defekten Festplatten kommt noch hinzu, dass eventuell Daten verloren gehen, sofern kein Backup existiert. Läuft der Computer nicht mehr stabil oder werden gar Fehlermeldungen ausgegeben, die direkt auf die Festplatte verweisen, sollte zumindest eine Überprüfung stattfinden, um Klarheit zu schaffen.

Voraussetzungen

Zum Testen einer Festplatte stehen zahlreiche Tools und Programme zur Verfügung. Seagate bietet mit den SeaTools eine solche Anwendung und auch Western Digital gibt dem Nutzer eine leicht zu bedienende Software, namens Data LifeGuard Diagnostics, an die Hand. Beide Tools funktionieren auch mit Festplatten anderer Hersteller und sind somit nicht an bestimmte Modelle gebunden. Als weiteres Tool ist noch CrystalDiskInfo erwähnenswert. Es bietet eine sehr gute Übersicht der wichtigsten Daten und lässt so oft schon Probleme erkennen.

Fehlersuche

CrystalDiskInfo

Das Programm kann kostenlos auf der Webseite des Entwicklers heruntergeladen werden. Es steht dort auch als portable-Version zur Verfügung, die keine Installation erfordert. Nach dem Start wird standardmäßig die Festplatte angezeigt, auf der das Betriebssystem installiert ist. Im oberen Bereich können aber auch weitere angeschlossene Datenträger ausgewählt werden.

Wurde die entsprechende Festplatte gewählt sieht man bereits deren Zustand und die aktuelle Temperatur auf den ersten Blick, rechts daneben stehen weitere Daten, wie Betriebsdauer oder die Seriennummer. Letztere kann bei vielen Herstellern zur Garantieüberprüfung genutzt werden.

CrystalDiskInfo Übersicht
CrystalDiskInfo Übersicht

Wird beim Zustand ein anderer als gut angezeigt, lohnt sich ein Blick in die untere Auflistung. Hier stehen alle Daten, die z.B. Lesefehler, Schreibfehler oder neu zugewiesene Sektoren betreffen. Die Fehlerursache lässt sich also recht genau eingrenzen.

Data LifeGuard Diagnostics

Diese Anwendung kann im Supportbereich von Western Digital heruntergeladen werden. Nach dem Start und der Akzeptierung der Nutzungsbedingungen, zeigt Sie ebenfalls die installierten Festplatten, nebst Seriennummer, Kapazität und SMART-Status an. Wird eine Festplatte mit einem Doppelklick ausgewählt, hat man die Wahl zwischen vier Optionen. Der QUICK TEST kann für eine erste Überprüfung genutzt werden, sicher geht man mit dem EXTENDED TEST, da dieser die komplette Platte abläuft. Als weitere Möglichkeit besteht noch das Überschreiben der Festplatte mit Nullen, welche zur Datenlöschung genutzt werden kann.

Data LifeGuard-Diagnostics - Auswahl des Tests
Data LifeGuard-Diagnostics – Auswahl des Tests

Erhält man beim schnellen Test das Ergebnis, das die Festplatte ok ist, muss dies nicht zwangsläufig so stimmen. Ich hatte persönlich schon den Fall das erst der erweiterte Test Fehler meldete. In jedem Fall erhält man im Anschluss aber eine Diagnose, die einem die weitere Fehlersuche erleichtert oder sogar schon zu einem Ergebnis führt.

Ergebnis

Sofern Fehler bei der Festplatte gefunden wurden, sollte diese natürlich möglichst zeitnah ersetzt werden. Ebenso sollte möglichst schnell eine Sicherung der Daten durchgeführt werden, um Datenverlust zu vermeiden. Es gibt zwar durchaus Fehler, mit denen eine Festplatte noch längere Zeit eingesetzt werden kann, man geht aber ein erhöhtes Risiko ein und sollte zumindest keine wichtigen Daten mehr auf der entsprechenden Platte abspeichern.

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