Worauf man beim Kauf eines Notebooks achten sollte

Von Zeit zu Zeit muss einfach mal ein neues Gerät her. Wer lieber mobil bleiben will, greift meist zum Notebook. Schnell stellt sich dann die Frage, welches der vielen Modelle der verschiedenen Hersteller denn nun das richtige für einen ist. Im Folgenden gebe ich daher Anhaltspunkte, an denen man sich beim Kauf orientieren kann. Diese Zeit sollte man vor dem Kauf unbedingt investieren, um später nicht enttäuscht zu werden. Schließlich soll das neue Notebook ja auch wieder eine ganze Weile seinen Dienst verrichten.

Anforderungen

Zuallererst müssen die Anforderungen möglichst genau geklärt werden. Dabei kann man sich einfach vor Augen führen, was man tagtäglich am Computer macht. Hierbei kommt es zum einen natürlich auf die Anwendungen an, wie Office und weitere, aber auch die jeweilige Nutzung spielt eine Rolle. Hat man bspw. gerne mehrere Anwendungen zeitgleich offen, sollte das Notebook damit natürlich ebenso klar kommen. Sind die Ansprüche geklärt, kann man mit der Auswahl der Leistungsmerkmale beginnen.

Die Komponenten

Das Display

Hier spielt natürlich erstmal die Größe eine Rolle. Kleine Geräte sind zwar leichter und lassen sich bequem mitnehmen, kosten mit hoher Leistung aber meist mehr als größere Geräte. Laptops mit 17 Zoll Bildschirm hingegen eignen sich eher für den vorwiegend stationären Einsatz. Wer sein System täglich dabei haben will, sollte lieber zu einem 15 Zöller oder kleiner greifen.

Die Darstellung selbst, also Winkelabhängigkeiten, Leuchtkraft und weitere Daten lassen sich schwer anhand bloßer Daten einschätzen. Hier hilft es nur, entweder in einem Elektromarkt einen genauen Blick zu riskieren oder aber sich Tests im Internet anzuschauen. Beides ist aber erst möglich, wenn schon eine Vorauswahl getroffen wurde. Unbedingt zu beachten ist auch, ob man lieber ein spiegelndes oder mattes Display haben möchte.

Anschlüsse

Möchte man eine zusätzliche Maus und Tastatur nutzen, einen Drucker anschließen oder andere Periphere betreiben braucht es natürlich die entsprechenden Anschlüsse. Die Anzahl der USB-Ports ist meist das wichtigste, allerdings sollte auch die Möglichkeit eine Dockingstation anschließen zu können nicht unbeachtet bleiben. Wer bspw. Präsentationen halten will sollte zudem auf den passenden Anschluss der Grafikkarte achten, bei den meisten Geräten sollte HDMI aber vorhanden sein.

Erweiterungen

Einige Modelle bieten die Möglichkeit eine zweite Festplatte einzusetzen oder das Laufwerk gegen einen weiteren Akku zu tauschen. Bei diesem Punkt kommt es daher besonders auf die festgelegten Anforderungen an. Lange Akkulaufzeiten lassen sich z.B. gut mit einem weiteren Akku erreichen, wenn das optische Laufwerk ohnehin nicht benötigt wird.

Für spätere Aufrüstungen muss man zusätzlich beachten, dass einige Hersteller immer mehr versuchen dies zu unterbinden. So werden feste Akkus verbaut oder das Gerät ist generell so gefertigt, das es nur mit viel Mühe überhaupt geöffnet werden kann. Wer sich also alle Optionen offen halten will, schaut sich das Gerät einmal ganz genau an oder informiert sich auf den Seiten des Herstellers.

CPU

Das eigentliche Kernstück ist natürlich der Prozessor. Bei diesem sollte darauf geachtet werden, dass ein möglichst aktuelles Modell enthalten ist, um die Vorteile der aktuellen Technik zu nutzen. Bei Intel-Prozessoren der Core-i Serie erkennt man das z.B. ganz leicht an der Modellnummer. Ist diese dreistellig, ist es ein Prozessor der ersten Generation, bei vierstelligen Nummern hingegen gibt die erste Zahl die Generation an. Für die allermeisten Fälle reicht ein Core-i3 bzw. Core-i5. Die i7er sind eher für Spiele und aufwendige 3D-Bearbeitungen nützlich. Übrigens zählt hier auch nicht der Grundsatz: Je mehr Kerne desto besser. Bei vielen Anwendungen kommt es vielmehr auf die Singlecore-Performance an, als auf die Anzahl der Kerne.

RAM

Beim Arbeitsspeicher ist die Entscheidung einigermaßen einfach. Ein Minimum von 4 GB sollte hier enthalten sein. Wenn nicht bleibt einem nur zu prüfen, ob eine Aufrüstung möglich ist. Der Arbeitsspeicher wirkt sich später bei einigen Anwendungen und deren gleichzeitiger Nutzung aus und auch die allgemeine Performance des Betriebssystems profitiert von ihm. Der RAM lässt sich bei den meisten Systemen auch später noch relativ einfach nachrüsten.

Festplatte

Notebooks der höheren Preisklasse besitzen meist von Haus aus eine SSD, bei günstigen Geräten kann zwar auch eine vorhanden sein, diese sind aber meistens recht klein. Um Betriebssysteme wie Windows 7 oder Windows 8 ohne Platzmangel und unbesorgt nutzen zu können ist eine 128 GB SSD eigentlich ein Muss, 64 GB gehen aber auch noch. Wenn keine SSD vorhanden ist wird meist eine normale Festplatte mit rund 500 GB verbaut. Die reicht in der Regel aus, hinkt der SSD performancetechnisch aber hinterher.

Grafikkarte

Eine Grafikkarte ist zwar in jedem Gerät vorhanden, oft aber nur die der CPU bzw. die onboard Grafikkarte des Mainboards. Notebooks mit einer zusätzlichen Grafikkarte sind im Normalfall auch nur interessant, wenn man mit dem Gerät spielen will oder grafiklastige Programme nutzt.

Empfehlung

Der Kauf eines Notebooks sollte ruhig einmal mehr, als zu wenig durchdacht werden. Die Ansprüche kann man auch ruhig etwas höher ansetzen, damit man lange Freude am entsprechenden Laptop hat. Für einfache Aufgaben und das typische Notebook zum Surfen, reicht eine Investition von 400-500€ aber allemal aus. Bei intensiveren Aufgaben, wie der Bearbeitung von Bildern, Musik und Videos, kann sich aber auch ein teureres Gerät durchaus bezahlt machen. Im besten Fall testet man ein Gerät direkt im örtlichen Elektromarkt, um auch z.B. die Tastatur einmal genau zu überprüfen. Die Anzahl der Notebooks auf dem Markt ist mittlerweile sehr groß, aber umso mehr lohnt es sich die Kaufentscheidung genau zu durchdenken.

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