Das Ende des Internet Explorers

Das neue Betriebssystem Windows 10 kommt immer näher, doch wird es vermutlich nichtmehr mit dem altbekannten Internet Explorer ausgeliefert. Für den Web-Client von Microsoft gibt es also nach rund 20 Jahren einen vollständigen Neustart.

Altlasten

Wie nun durch Microsofts Marketing-Chef Chris Capossela bekannt wurde, wird die Marke Internet Explorer praktisch beerdigt. Damit wird immer deutlicher das Microsoft Altlasten loswerden will, denn das neue Project Spartan steht bereits in den Startlöchern, wird aber nicht den Namen Internet Explorer bekommen.

Ursache

Der Internet Explorer ist eine Traditionsmarke, die bei vielen als Standard galt, wenn man von Web-Browsern sprach. Dennoch wurde Microsoft den schlechten Ruf, der dem Internet Explorer anhaftet, nie so richtig los. Zu Zeiten der Version 6 war man Marktführer und versäumte die Weiterentwicklung, weil es scheinbar nicht für nötig gehalten wurde, in diesem Bereich zu investieren. Die Konkurrenz holte darauf hin schnell auf und dieser Abstand besteht bis heute.

Project Spartan

Die Neuentwicklung des Web-Browsers läuft aktuell unter dem Namen Project Spartan. Dieser ist noch nicht in Vorabversionen von Windows 10 enthalten und kann daher auch noch nicht getestet werden. Er soll allerdings einige Besonderheiten des Internet Explorers nicht mehr enthalten und könnte dadurch deutlich schneller bei der Einführung von aktuellen Technologien sein. Zusätzlich bekommt der neue Browser eine aktuelle Rendering-Engine namens „Edge“, eine minimale Oberfläche und natürlich die Sprachassistentin Cortana an die Seite gestellt.

Kein klarer Schnitt

Es wird nicht so sein, dass von heute auf morgen der IE verschwindet. Laut Microsoft wird der Internet Explorer weiterhin bestehen, es bleibt aber denke ich nur eine Frage der Zeit, bis der IE wirklich komplett von der Bildfläche verschwindet. Die aktuelle Version 11 des IE wird zudem wohl die letzte sein. Unternehmenskunden bekommen weiterhin den aktuellen Internet Explorer mit Windows 10, damit sie eventuelle Intranet-Anwendungen ungestört weiternutzen können und genügend Zeit zur sauberen Umstellung haben.

Fazit

Man darf gespannt sein, wie sich der neue Browser in der Nutzung macht. Letztlich wird aber wohl alles beim Alten bleiben. Diejenigen die ohnehin Firefox, Chrome oder andere Alternativen nutzen, werden nicht so schnell umsteigen, ohne einen triftigen Grund dafür zu haben. Alle anderen die bisher beim Internet Explorer zuhause sind, werden hingegen zum neuen Web-Browser gehen. Dennoch wird es natürlich interessant, was Microsoft sich einfallen lässt, um die Nutzerzahlen wieder zu steigern.

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