Windows automatisch installieren, Grundlagen

Um Windows zu installieren gibt es heutzutage zahlreiche Möglichkeiten. Eine davon ist die automatische Installation, welche vor allem für Administratoren interessant ist, die häufig mehrere Computer installieren müssen. Auch Gerätetreiber und Einstellungen sollen dabei möglichst direkt mitinstalliert werden. Da das Thema sehr umfangreich ist, gehe ich in diesem ersten Teil auf die grundlegenden Komponenten für eine automatische Installation von Windows 7 und den neueren Versionen ein.

Das Windows-Imaging-Format (WIM)

Im Gegensatz zu Windows XP, wird seit Windows Vista das WIM-Format für Images genutzt. Dieses ist dateibasiert und bietet daher gleich mehrere verschiedene Vorteile. Zum einen reduziert sich die Größe der Abbilder, da das Single-Instance-Verfahren und eine Kompression eingesetzt werden. Zum anderen können die Abbilder problemlos auch offline bearbeitet werden. Es lassen sich also Updates, Einstellungen, Anwendungen und weitere Konfigurationen einfach nachträglich einbinden. Möchte man bspw. einen Computer, mit anderer Hardware, mit dem zuvor erstellten Image ausstatten, lädt man einfach die erforderlichen Treiber nach bzw. tauscht diese aus.

Windows Assessment and Deployment Kit (ADK)

Das Windows ADK ist eine Zusammenstellung verschiedener Software, die direkt von Microsoft bereitgestellt wird. Diese unterstützt die automatische Installation der Clientbetriebssysteme bis Windows 8.1, sowie der Serverbetriebssysteme bis Windows 2012 R2. Erforderlich für die Nutzung ist das Microsoft .NET Framework 4.5, der Download des ADK ist direkt bei Microsoft möglich.

Windows Deployment Services (WDS)

Der WDS-Dienst ist schon ab Windows Server 2003 verfügbar und dient zur Verwaltung von Images und letztlich auch zur Installation. Um eine automatische Installation durchzuführen, braucht man ihn aber nicht zwingend. Je nach Serverbetriebssystem werden unterschiedliche Clientinstallationen unterstützt. Wer Windows 8 installieren will, braucht mindestens den Windows Server 2012. Windows 7 lässt sich hingegen mit allen Serverversionen installieren.

Microsoft Deployment Toolkit (MDT)

Das MDT ermöglicht wie der WDS-Dienst die automatische Installation von Clients. Der Unterschied ist allerdings, dass statt eines richtigen Serverbetriebssystems nur ein Dateiserver vorausgesetzt wird. Das kann auch ein herkömmlicher Computer mit Windows 7 Betriebssystem und ausreichend Speicherplatz sein. Zusätzlich kommt auch hier das Windows ADK zum Einsatz.Watch Full Movie Online Streaming Online and Download

Alternative: USB-Stick

Wer die automatische Installation ohne Server ausführen will, kann auch einen USB-Stick nehmen. Hier lässt sich dann eine AutoUnattend.xml ablegen, die die Installation steuert. Bei einer hohen Anzahl an Computern, kann sich der Einsatz eines Servers aber durchaus lohnen, da auch ein Bootvorgang über das Netzwerk möglich ist. Installations-CDs und USB-Sticks werden dann also nichtmehr benötigt.

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