Hands-on: Lenovo Miix 510-12ISK

Microsoft hat mit der eigenen Surface-Serie vorgemacht wie ein 2-in-1 Notebook funktionieren kann und veröffentlichte mittlerweile bereits das Surface Pro 4. Nach diesem Vorbild zeigen auch die anderen Hersteller immer mehr Convertibles, die sich im Hinblick auf Nutzungsarten und Hardware den Surface-Geräten sehr stark ähneln. In diesem Hands-on geht es um das Miix 510 aus dem Hause Lenovo und natürlich um die Frage, was es nun eigentlich besser macht.

Erster Eindruck

Grundsätzlich besteht das Miix 510 aus einem Tablet, an das bei Bedarf eine Tastatur angedockt werden kann. Zudem beherrscht es auch die Bedienung mit einem digitalen Stift. Soweit also alles wie beim Surface. Schaut man sich nun die Rückseite an, fallen einem jedoch die Scharniere am Klappständer auf, die aus rund 280 einzelnen Edelstahlteilen bestehen. Diese Gliederscharniere ermöglichen eine Neigung von 150°, die für einen recht stabilen Halt sorgt. Den Betrachtungswinkel kann man somit also sehr zuverlässig einstellen.

Beim Gehäuse hat Lenovo fast ausschließlich Aluminium verwendet, wodurch die gesamte Einheit des Miix 510 auf ein Gewicht von 1,25 kg kommt. Das Tablet alleine wiegt 900 Gramm, fühlt sich dafür aber sehr widerstandsfähig und hochwertig an. Meines Erachtens ist eine stabile Konstruktion mehr wert, als nur auf ein geringes Gesamtgewicht zu achten, weshalb ich dies als positiven Punkt ansehen. Als Anschlüsse hält das Tablet einen USB 3.0 und einen USB 3.0 Type-C Port bereit, neben einer Kombi-Buchse für Audio. Wer sich das Gerät in der LTE-Variante gekauft erhält zudem noch einen Micro-SIM Slot.

Die Hardware

Für das Hands-on habe ich mir das Miix 510-12ISK mit folgender Hardware angeschaut, wobei es natürlich deutlich mehr Ausstattungsvarianten gibt:

  • Bildschirm: 12,2“ FHD IPS
  • Prozessor: Intel Core i5-6200U
  • Arbeitsspeicher: 8 GB DDR4
  • Speicher: 512 GB SDD
  • Kommunikation: Qualcomm Atheros QCA9377 WiFi 802.11a/b/g/n/ac + Bluetooth 4.1
Seitenansicht des Miix 510

Für die meisten Aufgaben die einem im Alltag begegnen reicht die Hardware allemal aus. Wer also vorwiegend Office und Web-Browser nutzt wird keine großen Ladezeiten bemerken. Filme, Musik und Spiele lassen sich natürlich ebenfalls ohne Weiteres nutzen. Bei Letzteren kommt aber natürlich die integrierte Grafik zum Tragen, wobei es sich hier entsprechend um die Intel HD 520 handelt. Anwendungen mit hoher Grafiklast oder aktuelle Spiele kommen somit nicht in Frage. Als Gaming-Notebook ist das Miix 510 aber auch gar nicht gedacht.

Während der Nutzung hört man auch immer mal wieder den Lüfter, der je nach Auslastung mal länger und mal kürzer läuft. Wirklich warm wird das Tablet dafür nicht, sodass es man es bequem in der Hand halten kann.

Bei der weiteren Ausstattung kommt vorwiegend standardmäßige Hardware zum Einsatz. So verfügt das Miix 510 über eine Webcam mit 2 MP, eine Kamera auf der Rückseite mit 5 MP (mit Autofokus), sowie ein Dual-Array-Mikrofon. Für die Internettelefonie oder Apps wie Skype reicht das aus. Wer jedoch höhere Ansprüche stellt und auch Fotos machen möchte, wird von der Qualität vielleicht enttäuscht.

Tastatur

Ein weitere Plus-Punkt gegenüber dem Surface ist für mich allerdings die Tastatur, da diese sehr gut von Lenovo umgesetzt wurde. Das Tippen auf dieser fühlt sich angenehm an, da die Tasten nicht nur groß genug sind, sondern auch einen knackigen Druckpunkt bieten und den richtigen Abstand zueinander haben. Die rundherum gummierte Fläche verhindert zudem das Abrutschen. In diesem Modell wurde zudem eine Hintergrundbeleuchtung mit einer Stufe integriert. Bei schlechten Lichtverhältnissen kann man also ebenfalls vernünftig mit der Tastatur arbeiten.

Tastatur des Miix 510

Touchpad

Das Touchpad oder besser gesagt das Clickpad konnte hingegen weniger überzeugen. Das Klickgeräusch ist vergleichsweise laut und es fühlt sich bei der Verwendung zu einfach an. Gerade im Vergleich mit der Tastatur passt es nicht so recht zum Gesamtbild, weshalb ich in der Hinsicht auf jeden Fall eine zusätzliche Maus empfehlen würde.

Touchscreen und Stifteingabe

In diesen Punkten sind mir keine großen Extras aufgefallen, da sowohl der Touchscreen, wie auch die Stifteingabe schlicht und einfach so funktioniert wie es sein soll. Die Stifteingabe ist für viele Anwender ideal geeignet, wenn bspw. Notizen digitalisiert werden sollen oder Anmerkungen bei Dokumenten direkt im PDF erfolgen. Zeichnungen und Entwürfe lassen sich ebenfalls damit umsetzen, da der Stift 2048 Druckstufen bietet. Wer schon das Miix 700 oder das Yoga 900s von Lenovo sein Eigen nannte, kann den Stift übrigens einfach weiternutzen, da diese vollständig kompatibel zueinander sind.

Fazit

Die großen Vorteile des Miix 510-12ISK sind für die Verarbeitung samt Aluminium-Gehäuse und die Tastatur. In den weiteren Punkten konnte mich das Gerät aber ebenfalls überzeugen, da es durch die recht performante Hardware schon für viele Dinge ausreicht, aber eben dennoch sehr kompakt und leicht bleibt. Wer viel unterwegs ist und ein möglichst mobiles System sucht, sollte sich das Miix 510 also einmal genauer anschauen.

Ob man die Stiftnutzung benötigt hängt im Wesentlichen von den Anwendungsszenarien ab. In der Uni oder beim Design dürfte es sich aber durchaus als nützlich erweisen. Einzig das Touchpad wäre für mich ein wirklicher Negativpunkt, wobei ich ohnehin die Mausbedienung vorziehe, weshalb auch das jeder für sich selbst beurteilen muss.

Hands-on: Lenovo Miix 510-12ISK
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